Visma hat seine Beteiligung an pathway solutions auf 78 Prozent erhöht und hält damit die Mehrheit an unserem Unternehmen. Für die mehr als 1.000 Steuerkanzleien und über 4.000 Unternehmen, die mit pathway arbeiten, stellt sich damit vor allem eine Frage: Was bedeutet das für die tägliche Zusammenarbeit? Die Antwort vorweg: Für euch ändert sich nichts. Warum das so ist und was die Partnerschaft mit Visma dennoch für euch bringt, erklären wir in diesem Beitrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Visma ist seit 2024 an pathway beteiligt und hält heute 78 Prozent. Die vollständige Übernahme ist für 2027 geplant.
- Die Beteiligung wurde schon vor einiger Zeit erhöht und erst jetzt öffentlich kommuniziert. Was ihr in den letzten Jahren mit pathway erlebt habt, war also bereits pathway als Teil des Visma-Ökosystems.
- Gleiches Team, gleiche Ansprechpartner:innen, gleiches Produkt: Marco Feelisch und Ludwig Eisenblätter führen pathway weiterhin als Gründer und Geschäftsführer.
- Mandanten-Setups, DATEV-Exporte, Kanzlei-Zugänge und Support laufen genau so weiter wie bisher, abgesichert durch das Visma Cloud Delivery Model (VCDM) inklusive ISO-27001-Zertifizierung.
Was bedeutet die Übernahme für Steuerberater:innen?
Viele unserer über 1.000 Partnerkanzleien betreuen über pathway zahlreiche E-Commerce-Mandate. Die Frage nach Kontinuität ist da mehr als berechtigt, und wir können sie klar beantworten: Eure Mandate laufen weiter wie gewohnt. Alle angebundenen Shops, Marktplätze und Zahlungsanbieter bleiben verbunden, und eure Exporte nach DATEV und in andere Buchhaltungssysteme funktionieren unverändert. Ihr müsst nichts umstellen, es gibt keine neuen Zugänge und keine Migration.
Auch bei den Menschen hinter pathway bleibt alles beim Alten. Ihr habt dieselben Ansprechpartner:innen im Partner- und Support-Team, und die Plattform entwickeln wir weiterhin selbst in Hamburg, mit Fokus auf die Anforderungen von Kanzleien mit E-Commerce-Mandaten. Im Gegenteil: Durch die Unterstützung von Visma konnten wir unser Support-Team um fünf weitere Steuerfachangestellte erweitern und unser C-Level-Team verstärken.
Wir arbeiten als Team schon seit zwei Jahren im Visma-Ökosystem. Die aktuelle Meldung macht nur öffentlich, was für uns längst Alltag ist. Zu diesem Alltag gehört auch ein Thema, das Kanzleien besonders wichtig ist: der Schutz eurer Mandantendaten.
Datenschutz und Sicherheit: Was Visma für eure Mandantendaten bedeutet
Für Kanzleien ist eine Frage besonders wichtig: Wie sicher sind die Daten meiner Mandant:innen? Datenschutz und Sicherheit hatten bei pathway schon immer höchste Priorität, und als Teil der Visma-Gruppe erfüllen wir zusätzlich die Standards eines großen europäischen Softwarekonzerns.
Im Rahmen der Due Diligence laufen umfassende Sicherheits- und Datenschutzprüfungen. Wir arbeiten nach dem Visma Cloud Delivery Model (VCDM). Das ist das Rahmenwerk, mit dem Visma Entwicklung, Betrieb und Sicherheit aller Cloud-Lösungen im Konzern einheitlich regelt, und mit ihm kommt auch die ISO-27001-Zertifizierung, der internationale Standard für Informationssicherheit. Im Alltag setzen wir dafür unter anderem auf Orca Security, Aikido, SentinelOne und 1Password sowie auf die Cyber Threat Intelligence von Visma.
Alle Details, inklusive AVV und Nutzungsvereinbarung, findet ihr in unserem Hilfeartikel Datenschutz und Sicherheit bei pathway.
Teil eines Konzerns, aber eigenständig
Von diesen gemeinsamen Standards profitieren alle Visma-Firmen, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben. Visma ist einer der führenden Anbieter von Cloud-Software in Europa, und das Prinzip dahinter ist: Jede Firma konzentriert sich auf ihre Spezialisierung und nutzt gleichzeitig das Know-how und die Ressourcen der Gruppe. In der DACH-Region gehören unter anderem diese Schwesterfirmen dazu:
- BuchhaltungsButler: Cloud-Buchhaltung für kleine und mittlere Unternehmen
- Accountable: Buchhaltung und Steuern für Selbstständige und Freelancer
- taxy.io: intelligente Automatisierung für die Steuerberatung
- milia: Kanzleisoftware, die Prozesse automatisiert und den Austausch mit Mandant:innen digitalisiert
- Finmatics: automatisierte Belegverarbeitung
- pathway: die Brücke zwischen E-Commerce-Plattformen und der Steuerbuchhaltung
Wie das in der Praxis aussieht, konnten Besucher:innen der StB Expo im März 2026 in Köln erleben: Dort sind wir zum ersten Mal als Visma-Schwesterfirmen aufgetreten, mit eigenem Schwerpunkt, aber als Teil einer starken Gruppe.
Für euch heißt das: Ihr arbeitet weiter mit pathway als spezialisiertem Partner für E-Commerce-Buchhaltung, mit der Sicherheit und Stabilität eines großen europäischen Softwarekonzerns im Hintergrund.
Und für Online-Händler:innen?
Was für Kanzleien gilt, gilt auch für Händler:innen: Alles bleibt, wie es ist. Ob Shopify, Amazon, Stripe, PayPal oder TikTok Shop, pathway gleicht eure Transaktionen, Rechnungen und Auszahlungen weiterhin automatisch ab und übergibt die aufbereiteten Daten an eure Kanzlei oder euer Buchhaltungssystem.
Ein weiterer Vorteil: Wir werden schneller. Allein in den letzten Monaten haben wir sechs neue Marktplatz-Integrationen gelauncht, darunter Otto, Kaufland, Zalando, About You und eBay. Mit Visma im Rücken wollen wir dieses Tempo halten, damit ihr alle Verkaufskanäle zentral in einem System abbilden könnt.
Was die Partnerschaft mit Visma bisher gebracht hat
Dieses Tempo kommt nicht von ungefähr. Als Visma 2024 bei uns eingestiegen ist, haben wir uns einen Partner gewünscht, der Softwareunternehmen in unserer Branche versteht und beim Wachsen unterstützt, ohne uns die unternehmerische Freiheit zu nehmen. Genau so ist es gekommen.
Seitdem hat sich die Zahl der angebundenen Steuerkanzleien mehr als verdreifacht: Heute arbeiten über 1.000 Kanzleien in Deutschland und Österreich mit pathway, dazu kommen mehr als 4.000 Unternehmen, die ihre E-Commerce-Buchhaltung über uns abwickeln. Allein 2026 haben wir mehr als zehn neue Marktplätze angebunden, darunter auch Shop Apotheke.
Warum das gerade für Kanzleien eine gute Nachricht ist
Dieses Wachstum ist für Kanzleien vor allem deshalb relevant, weil der Druck in der Branche steigt. Laut ifo Institut haben 64,7 Prozent der Unternehmen aus Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Und gerade E-Commerce-Mandate sind besonders aufwendig: Tausende Einzeltransaktionen, unterschiedliche Zahlungsarten, Gebühren, Rückerstattungen und je Kanal ein eigenes Abrechnungsformat.
Mit Visma im Rücken können wir die Plattform langfristig und stabil weiterentwickeln. Für euch heißt das: ein verlässlicher Partner, der auch in fünf Jahren noch da ist, und immer mehr Automatisierung, damit ihr zusätzliche E-Commerce-Mandate übernehmen könnt, ohne im gleichen Maß Personal aufzubauen.
Zum Schluss haben wir unten noch einmal die häufigsten Fragen auf einen Blick gesammelt. Ihr habt noch weitere Fragen? Meldet euch jederzeit bei eurem pathway-Team, wir helfen gern weiter.
FAQ: Visma und pathway
Nein. Durch die Beteiligung von Visma ändert sich an euren bestehenden Verträgen nichts.
pathway hat im Rahmen der Visma Due Diligence umfassende Sicherheits- und Datenschutzprüfungen durchlaufen. Mit dem Visma Cloud Delivery Model (VCDM) kommt zusätzlich die ISO-27001-Zertifizierung. Details findet ihr im Hilfeartikel zu Datenschutz und Sicherheit.
Nein. Kanzlei-Zugänge, Mandanten-Setups und Exporte laufen unverändert weiter.
Ja. Das pathway-Team bleibt dasselbe, inklusive Support und Partner-Management.
Nein. pathway bleibt eine eigenständige Plattform und wird weiterhin vom pathway-Team entwickelt.
Weiterhin die Gründer Marco Feelisch und Ludwig Eisenblätter, gemeinsam mit COO Dominik Wons und CTO Tamas Kojedzinszky.

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